Einkaufen mit Köpfchen
Mit Lust und Laune shoppen
Eigentlich
weiß es jeder: Wer zu Weihnachten mit ausgefallenen oder
persönlichen Geschenken aufwarten will, sollte schon das
gesamte
Jahr mit offenen Augen durch die Geschäfte gehen. In der Regel
denkt man dann doch nicht daran und gekauft wird wieder im letzten
Moment. Die persönliche Note fehlt allerdings bei den meisten
„Last-Minute-Geschenken“. Es ist jedem ein
Graus, in
letzter Minute los zu laufen und noch ein passendes Weihnachtsgeschenk
zu besorgen. Schließlich sind damit Stress, Hektik, volle
Straßen, Parkplatzsuche und überfüllte
Kaufhäuser
verbunden. Selbst wenn man bequem online eingekauft hat, stellt man nur
allzu oft fest, dass der Liefertermin doch etwas eng gewählt
wurde
– also entsteht auch hier wieder Weihnachtsstress.
Das
alles ließe sich ersparen, wenn man sich schon im Laufe des
Jahres ein paar Gedanken über mögliche Geschenke
für
Freunde und Familie macht.
Viele Geschenkideen, die in Frage kommen, sind vor allem im Sommer
deutlich günstiger zu bekommen als kurz vor den Feiertagen.
Besonders trifft dies auf Kurzreisen zum Fest und zwischen den Jahren
zu. So lässt sich bares Geld sparen. Ein anderer positiver
Nebeneffekt ist, dass die Haushaltskasse, die kurz vor Weihnachten
wegen des Festmenüs und anderer Kleinigkeiten eh schon
geschröpft ist, weitestgehend verschont bleibt. Die Ausgaben
für die Geschenke verteilen sich über das ganze Jahr
und sind
daher weniger belastend. Außerdem bleibt für Steuern
und
Versicherungen, die gleich im neuen Jahr fällig werden,
genügend übrig.
Oftmals wartet man dann doch wieder bis zum letzten Moment, um
vielleicht einen Hinweis auf die Wünsche des zu Beschenkenden
zu
erhalten. Immerhin kann man sogar am 24. Dezember noch auf die Schnelle
etwas besorgen. Da der erwartete Hinweis meistens doch ausbleibt,
greift man dann als letzte Lösung oft zum Gutschein, der sich
im
Übrigen in den letzten Jahren an die vordersten Positionen der
am
häufigsten gewählten Geschenkideen zu Weihnachten
entwickelt
hat. Natürlich wird ein nett verpacktes Geldgeschenk ebenfalls
sehr gerne genommen. Solche Geschenke sind besonders gut geeignet, wenn
der Sohn auf ein Motorrad oder die Tochter auf einen Computer spart.
Bastel- und Zeitschriftenläden halten genau wie verschiedene
Internetportale Ideen und Materialien bereit, um entsprechend
persönliche Grußkarten und Verpackungen für
solche
Geschenke selbst zu gestalten.
Gute Ratschläge werden allgemein hin gern angenommen. Beim
Thema
Weihnachten allerdings mangelt es dann doch wieder an der Umsetzung.
Nicht umsonst herrscht Jahr für Jahr ein Weihnachtschaos, das
seinesgleichen sucht. Denn oft kommt Weihnachten so gänzlich
überraschend und unerwartet. Mit etwas Weitsicht
ließe sich
einiges an Geld und Nerven sparen. Gutscheine und Geldgeschenke kommen
zwar gut an, aber mit etwas mehr Zeit im Vorfeld lassen sich sicher
auch noch ein paar persönlichere Geschenke finden, die von
Herzen
kommen.
Alle Jahre wieder – Der Kampf mit dem Geschenk
„König
Kunde“ scheint der Vergangenheit anzugehören. Der
Verbraucher ist heute immer öfter Opfer von gemeinen Tricks
der
Händler. Oft sind es verlockende Angebote, für die
sich der
Kunde interessiert, tatsächlich wird er nur all zu oft
„übers Ohr gehauen“.
„Räumungsverkauf wegen
Geschäftsaufgabe“
– einem solchen Plakat im Schaufenster schenkt man gern sein
Vertrauen und vermutet echte Schnäppchen. Doch immer
öfter
schließen Geschäfte überhaupt nicht, auch
reduzierte
Preise findet man nicht. Ist der Kunde erst im Laden, hat der
Verkäufer leichtes Spiel. Die eigentlich gewünschte
und
reduzierte Ware ist ausverkauft, es kommen teurere Alternativen ins
Spiel. Oft kann der Kunde hier nicht widerstehen und kauft. Die Taktik
des Händlers ist aufgegangen.
So manch einer wundert sich, wie beispielsweise in
Möbelhäusern Preisnachlässe von 80 Prozent
überhaupt möglich sind. Tatsächlich werden
die Preise
der Einzelstücke zunächst kräftig angehoben,
bevor man
den vermeintlich günstigen Preis anbietet. Der alte Spruch
unter
Kaufmännern „Rabatt ist das, was man vorher
draufschlägt“ scheint hier wirklich Verwendung zu
finden.
Solches Handeln ist zwar strafbar, jedoch gehören solche
Preiskationen zum täglichen Geschäft ganz
selbstverständlich dazu.
Produkte, die ein offensichtliches Testsiegel aufweisen,
verkaufen
sich in der Regel besonders gut. Allerdings ist auch hier Vorsicht
geboten. Solche Testsiegel sind oftmals schon einige Jahre alt oder
beziehen sich gar nicht auf das entsprechende Produkt. In einigen
Fällen werden die entsprechenden verkaufsfördernden
Testurteile auch schlichtweg gefälscht. Hier ist also immer
ganz
besonderes Augenmerk notwendig!
So einige Extras sind gesetzlich vorgeschrieben. Da das
allerdings
die wenigsten Kunden wissen, nutzt der Händler den Umstand zu
seinem Vorteil. So liest man immer wieder von einem freiwilligen
Umtauschrecht bei Mängeln oder einem Widerrufsrecht von 14
Tagen
bei Interneteinkäufen. Freiwillig sind solche Aktionen nicht,
denn
der Gesetzgeber schreibt sie vor. Einige Händler versuchen
auch
beim Umtausch defekter Waren noch Profit zu machen. Sie verlangen
beispielsweise für diese
„Service-Leistung“ eine
entsprechende Gebühr. Der Europäische Gerichtshof hat
allerdings entschieden, dass solche Machenschaften verboten sind.
Viele Produkte, besonders in der Elektro- und
Unterhaltungssparte,
sind immer wieder für sensationell günstige Preise zu
erhalten. Ein häufig zu findendes Beispiel sind
Tintenstrahldrucker. Diese bekommt man tatsächlich
für
kleines Geld. Das große Erwachen kommt dann beim ersten Kauf
neuer Patronen. Ein Satz Patronen kann bei einigen Geräten
teurer
ausfallen als die Anschaffung des Druckers selbst. Hier seien
Alternativprodukte wie Tintenpatronen von Fremdherstellern oder
Nachfüllsets empfohlen.
Fazit
Nur wer mit wirklich offenen Augen einkauft, wird die Maschenschaften
vieler Händler durchschauen können. Die Mühe
lohnt sich,
denn oftmals sind auch die Schnäppchen eigentlich viel zu
teuer.
Wer
spart, der hat, aber wer sparsam ist, muss nicht noch
knauserig sein. Wenn am Ende des Geldes aber noch soviel Monat
übrig ist hilft oft nur Sparen.