Einkaufen mit Köpfchen

So bessert Ihr Hobby Ihre Haushaltskasse auf

© Brad Pict - Fotolia.comTöpfern, Malen, Nähen, Gestalten - es gibt so viele herrliche Hobbys, mit denen man seine Kreativität auf schönste Weise entfalten kann. Doch wenn man nicht über unbegrenzte Räumlichkeiten verfügt, dann werden die phantasievollen Ergebnisse des eigenen künstlerischen Schaffens bald zum logistischen Problem. Dabei gibt es viele clevere Möglichkeiten, aus der Raumnot eine erstaunlich gewinnbringende Tugend zu machen.

Flohmarkt


Wer Spaß an bunt gemischter Laufkundschaft und Freude am Feilschen hat, der kann seine kreativ gestalteten Designobjekte auf dem Flohmarkt feilbieten. Mit ein wenig Glück hat man dann zum einen die reinen Materialkosten wieder drin, und zum anderen auch eine kleine Gewinnspanne erzielt. Das schafft in jeder Hinsicht Platz für neue Produktionen aus der eigenen Kreativwerkstatt.

Kunsthandwerkermarkt


Sind die eigenen Schöpfungen besonders gelungen, höchst außergewöhnlich oder erfrischend originell, dann kann sich auch ein Stand auf einem speziellen Kunsthandwerkermarkt rechnen. Das Publikum auf solchen Veranstaltungen ist immer sehr aufgeschlossen und begeisterungsfähig. Und deshalb in aller Regel auch bereit, für ein überwältigendes Unikat oder für eine interessante Idee etwas tiefer in die Tasche zu greifen.

Blumenladen

Nette Leute, die es durch die Blume sagen wollen, sind immer auch auf der Suche nach einem individuellen Präsent oder einer hübschen Geschenkidee. Darum erweitern immer mehr clevere Blumenhändler ihr buntes und duftendes Kerngeschäft um ansprechende Vorschläge für ein spontanes Mitbringsel. Das können kleine Ölbilder, Aquarelle oder Acrylkunstwerke sein, aber auch witzige selbst genähte Taschen oder individuell bemalte Geschenkdosen. Bei letzterem können sich sogar einstmals stabile Schuhkartons in hinreißende Verpackungsideen verwandeln. Wer also seine kleinen, aber feinen Kunstwerke zu Geld machen möchte, sollte unbedingt in schönen Blumenläden nach der Möglichkeit einer gewinnbringenden Kooperation fragen.

Geschenkboutique

Auch exklusive Geschenkboutiquen sind immer an frischen Ideen für ihr anziehendes Sortiment interessiert. Denn die Frage, was man jemandem schenken soll, der schon alles hat, wird oft genau dort entschieden. Deshalb sind hier laufend neue Phantasien gefragt. Ob das witzige Ergebnisse aus dem letzten Töpferkurs sind, einzigartige Modeschmuckträume oder tolle Accessoires aus Filz, spielt dabei gar keine Rolle. Es muss nur in das allgemeine Ambiente der Geschenkboutique passen. Deshalb kann jeder, der zu Recht stolz auf seine selbst gemachten Geschenkideen sein kann, hier mal ein wenig auf den Busch klopfen. Wer weiß? Vielleicht wird ja aus der einen oder anderen privaten Designstudie ein beliebter Kassenschlager.

Man kann Taschen aus Teppichfliesen nähen, mit den Haaren des geliebten Haustiers einen Seidenschal befilzen, oder aus bemalten und lackierten Hartweizennudeln originellen Modeschmuck basteln. Alles, was man sich vorstellen kann, kann man auch machen. Und wenn dann die originellen und schönen Ergebnisse auch anderen Menschen gefallen, dann muss nicht der Applaus allein des Künstlers schönster Lohn bleiben.


So gibt's mehr Geld bei eBay & Co.

© Amir Kaljikovic - Fotolia.comDinge, die man nicht (mehr) braucht, kann man bei Online-Auktionen zu barem Geld machen. Dabei entscheiden verblüffend einfache kleine Strategien über die Größenordnung des schlussendlich erzielten Gewinns. Am Beispiel von eBay soll hier das geldwerte Verkaufsgeheimnis gelüftet werden.

Der richtige Zeitpunkt

Wenn möglichst viele Interessenten die Gelegenheit bekommen, sich zum Auktionsschluss gegenseitig zu überbieten, schnellen die Preise meist in die Höhe. Darum sollte die Auktion zu einem Zeitpunkt enden, der für reichlich Publikum sorgt. Das bedeutet: Es braucht einen stressfreien Wochenendtag, eine komfortable Uhrzeit zwischen den späten Mittag- und frühen Abendstunden, sowie - ganz wichtig - die komplette Abwesenheit stark ablenkender Termine. Denn wenn die Auktion beispielsweise in der Silvesternacht, mitten in den großen Ferien, oder während eines Weltmeisterschaftsspiels im Fernsehen ausläuft, wird die lukrative Resonanz auf das Angebot eher gering ausfallen. Des Weiteren ist es von Vorteil, potenzielle Geschenkartikel rechtzeitig vor den entsprechenden Feiertagen (Ostern, Weihnachten etc.) zu platzieren.

Ehrlich bringt am meisten

Die Produktbeschreibung des Artikels muss so ausführlich, so genau und so ehrlich wie nur möglich sein. Die Erfahrung hat gezeigt, dass viele Käufer keine Probleme mit kleinen Mängeln haben, wenn diese absolut vorbehaltlos und präzise beschrieben werden. Fühlt sich der Kunde jedoch getäuscht, sobald er die Ware "in natura" vor Augen hat, dann gibt es nervige eBay-Rückläufer und schlechte Bewertungen. Und das drückt den Gewinn erheblich.

Das Auge bietet mit

Jeder Artikel muss ausreichend bebildert sein, wobei die Bildqualität einen großen Einfluss auf das Auktionsergebnis hat. Außerdem sollten genug Detailfotos gezeigt werden. Diese können wahlweise auf schadhafte Stellen hindeuten (Ehrlichkeit!) oder besonders attraktive Facetten betonen. Bei unscharfen oder verwackelten Bildern kommt grundsätzlich der Verdacht auf, dass der Artikel schadhaft, unattraktiv oder anderweitig verunstaltet ist. Kontrastschwache oder falsch ausgeleuchtete Bilder, die nichts erkennen lassen, bewirken den gleichen nachteiligen Wahrnehmungseffekt. Darauf will niemand viel Geld bieten.

Versandkostenfreiheit

Angebote, die versandkostenfrei verschickt werden, stehen in der Bietergunst besonders hoch im Kurs. Das gilt interessanterweise auch dann, wenn die Versandkosten ganz offensichtlich schon ins Startgebot eingepreist wurden. So wird zum Beispiel ein Seidenschal, der ab 15 Euro und versandkostenfrei ausgelobt wird, schneller und besser verkauft, als der gleiche Artikel für 10 Euro, aber mit 5 Euro zusätzlichen Versandkosten. Darum sollte man hier nach Möglichkeit in die Psycho-Trickkiste greifen, und die Käufer mit freiem Versand für sich gewinnen.

Bezahlen leicht gemacht

Je mehr vertrauenswürdige und sichere Möglichkeiten der Kunde zum Bezahlen bekommt, desto lieber wird er auf den Artikel bieten. Darum sollte man, neben der normalen Banküberweisung, mindestens auch noch PayPal und die Direktbezahlung bei persönlicher Abholung anbieten.

Mit Sternen gewinnen

Bestens beleumundete "eBayer" werden als Verkäufer grundsätzlich ihren schlechter bewerteten Mitstreitern vorgezogen. Auch dann, wenn ein Artikel bei ihnen teurer dasteht. Darum sollte man grundsätzlich größten Wert auf durchgängig positive Bewertungen legen. Dies erreicht man mit einwandfrei beschriebener und absolut transportsicher verpackter Ware, mit einem zuverlässigen, schnellen und fürsorglichen Schriftverkehr sowie mit kleinen Gratisbeigaben zusätzlich zur ersteigerten Ware.

Artikelbezeichnung und Kategorie müssen stimmen

So mancher grundsätzlich attraktive Artikel hat den Verkäufer preislich enttäuscht, weil er in der falschen Kategorie angeboten und dort nicht von der anvisierten Zielgruppe gefunden wurde. Auch eine unvollständige oder irreführende Artikelbezeichnung kann viel Geld kosten. Dem sollte man gezielt vorbeugen, in dem man alle infrage kommenden Kategorien sorgfältig prüft und sämtliche Druckfehlerteufel verjagt. Natürlich ist es in diesem Zusammenhang auch legitim, mal bei der gewerblichen Konkurrenz zu "spicken", die mit ähnlichen Artikeln in eBay unterwegs ist. Denn hier kann man sich von Powersellern und anderen Profis eine ganze Menge abschauen.

Fazit

Bei eBay zahlen sich vorbildliches Verhalten und gute Manieren buchstäblich aus. Und auch ein schlauer Blick in den Kalender und in die Psyche des Kunden wird mit Barem belohnt. Wer das weiß und danach handelt, für den ist als Verkäufer immer noch ein bisschen mehr drin.